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Neubeginn zelebrieren

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben. Hermann Hesse

Wie zelebrierst du Neubeginn?

 

Der Tag dämmert, bevor die Sonne über den Horizont steigt. Die Bäume lassen unbeobachtet frische Säfte in ihre Äste und Zweige schießen, bevor sie ihre Knospen austreiben. Der Atem pausiert für einen winzigen Moment, bevor der nächste Einatmen beginnt. 

In diesen Tagen zeigt die Natur uns wieder wie es geht. Wie aus dem Nichts sind plötzlich die ersten Blumen und Baumknospen da. Die Ebenen unseres Seins sind eingebunden in diesen Kreislauf der Natur. 
Wenn wir uns achtsam in diesen Zyklen bewegen, Anfang und Ende auch im Kleinen zelebrieren, geben wir unserem Sein mehr Gelassenheit und Intensität.  

In der Fülle des Alltags nehmen wir uns kaum Zeit für einen bewussten Neubeginn. Und wir Menschen beginnen dauernd etwas neu: den Tag, eine Arbeit, ein Gespräch, ein Projekt, eine Beziehung, ein Atemzug. In der Fülle der Aufgaben unseres modernen Lebens laufen zumeist mehrere Stränge parallel. Nicht selten verstricken wir uns darin. Zwischen diversen Anfängen und Enden fliegen die Tage oftmals atemlos dahin.

 

Wir möchten dazu inspirieren, Anfang und Ende Aufmerksamkeit zu schenken. Geburt und Tod sind die größten, magischen Fixpunkte in unserem Leben. Geburtstage, Einschulung, Hochzeiten, Richtfeste, Examensfeiern sind wichtige Meilensteine und unsere Gesellschaft hat wunderbare Rituale diese zu feiern. Wie ist es im Alltag? In deinen Beziehungen? In deinen Projekten? Im Rhythmus der Jahreszeiten? Wir haben ein paar Inspirationen für kleine und feine Neubeginne:

 

* wenn Du morgens das Fenster öffnest, schau für einen Moment in den Himmel. Was siehst Du? Weißt Du wann die Sonne aufgeht? Und der Mond unter? Du brauchst dafür keinen Kalender mit den genauen Uhrzeiten, Du kannst es sehen. DU MACHST DIR BEWUSST, DAS DU TEIL EINES GROSSEN GANZEN BIST

 

* egal wie knapp und voll deine Zeit am morgen ist, finde einen oder mehrere Momente, in denen du bewusst landest in diesem Tag und beide Füße auf der Erde spürst. Mach dies bewusst körperlich. Wir empfehlen dazu eine Yogapraxis, oder eine Hunderunde oder Joggen in der Natur. Es kann aber auch eine kleine Fuß Massage nach der Dusche sein oder wenigstens ein paar achtsame Schritte, wenn du eilig das Haus verlässt. Ein paar bewusste Schritte sind immer möglich. DU ERDEST DICH.

 

* nimm über den Tag verteilt immer mal wieder ein paar bewusste Atemzüge. Wenn wir atemlos sind, atmen wir schnell und flach. Wenn wir entspannt sind, langsam und ruhig und es entsteht diese winzig kleine Pause nach dem Ausatmen bis der Impuls für den nächsten Atemzug einsetzt. GEBE DEINEN HANDLUNGEN EINEN IMPULS UND EINE INTENTION.

 

* wie der Atem, wie die Bäume, wie die Sonne, beginne etwas Neues in Ruhe. Entscheide dich dazu, dir einen angemessenen Moment der Ruhe und Vorbereitung zu geben, bevor du beginnst. Dazu gehört auch, Vorrangegangenes zu beenden: das Bett zu machen, den Schreibtisch aufzuräumen, die Wintersachen einzumotten, auszumisten, durchzulüften, ein Bad zu nehmen, Danke zu sagen … DURCHATMEN UND PAUSIEREN.

 

* wenn du aus der Ruhe heraus beginnst, kannst du deutlicher wahrnehmen was wirklich wichtig ist. Achte auf innere und äußere Impulse und gib deinen Handlungen einen Rahmen, bitte um Segnung, Erfolg, Freude und dass sie zum Wohle aller geschehen mögen. Die Balinesen zelebrieren eine sehr lebendige Kultur des „Offerings“. Kein Tag ohne Geschenke an die Götter: ein paar Blüten, etwas Reis, Geldmünzen und drei Räucherstäbchen in einer kleinen Bambusschale werden jeden morgen an die wesentlichen häuslichen und geschäftlichen Orte gelegt.  NÄHRENDES EMPFANGEN BEGINNT MIT BEDINGUNGSLOSEM GEBEN. Und mit

 

* DANKBARKEIT. Es wird vielfach empfohlen ein Dankbarkeitsjournal zu führen und täglich drei Dinge aufzuschreiben, für die du dankbar bist. Eckhart Tolle sagt, dass es schon ausreicht jeden Tag das Gefühl von Dankbarkeit zu kultivieren. Für einen Moment Dankbarkeit in dir wahrzunehmen, ohne es auf einen bestimmten Gegenstand richten zu müssen. Probiere es aus und du wirst verstellen, dass Dankbarkeit ein wundervolles nährendes Gefühl ist; eine Haltung, die uns warm ums Herz sein lässt. 

 

Zelebriere den Impuls! In liebe, Tanja und Tatjana